Welche Existenzgründungsinitiativen gibt es?

Existenzgründungsinitiativen werden von Verbänden wie dem BMI, Kammern wie der IHK oder auch Landesregierungen und dem Bund gefördert und fokussieren auf personelle und thematische Schwerpunkte. Jede Existenzgründung weist Besonderheiten auf, entsprechend setzen die Existenzgründungsinitiativen die Zielrichtung. Ihren Hintergrund haben sie in historischen Entwicklungen wie dem Unternehmerstammtisch, den es immer noch gibt und der heute auf adäquate Weise auch im Internet vertreten ist. Hier unterstützen sich Unternehmer und Existenzgründer gegenseitig und bahnen vorteilhafte Kontakte an.

 

Freie Berufe

Das Spektrum freier Berufe umfasst naturwissenschaftlich-technische Berufe, Informations- und Kommunikationsberufe sowie die Bereiche Soziales, Recht, Steuern, Medizin und Kultur. Bei der Gründung spielt die besondere Berufszulassung eine Rolle, ohne die eine Reihe freier Berufe nicht ausgeübt werden kann, die Kammerzugehörigkeit kann eine Voraussetzung sein sowie die Art der Werbung, die für einige freie Berufe auf übliche Weise nicht möglich ist. Daher benötigen Existenzgründer ein Netzwerk für den Berufseinstieg, unter anderem hier setzt die Existenzgründungsinitiative an. Auch beim Titelschutz und der Berufsordnung gibt es Besonderheiten zu beachten, hier benötigen Existenzgründer Beratung, welche die Existenzgründungsinitiative leisten kann. Schließlich geht es auch um Zugang zu Kapital.

 

Gründerinnen und Unternehmerinnen

Spezielle Existenzgründerinitiativen wenden sich an Frauen, die ein Unternehmen gründen, hierbei bislang jedoch unterrepräsentiert sind, obgleich es keinen geschlechtsspezifischen Unterschied im Leistungspotenzial gibt. Durch die entsprechende Initiative wird Frauen die nötige Hilfe gewährt, die insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleisten soll.

 

Handwerk

Das Handwerk bildet eine wesentliche Grundlage der Gesamtwirtschaft, auch hier sehen sich die Existenzgründer einer Reihe von Fragen gegenüber, bei denen Existenzgründungsinitiativen Hilfestellung leisten. Die Beratung kommt sehr stark von der IHK und von Fachverbänden sowie von Dienstleistern überregionaler Gesellschaften wie des Handwerkertages.

 

Innovative / technologieorientierte Gründungen

Existenzgründungsinitiativen für technologieorientierte Unternehmen gehen vielfach von den Wirtschaftsministerien der Länder aus. Die stellen ein diversifiziertes Angebot an Information, Beratung, Qualifizierung, Finanzierung und sonstiger Förderung bereit. Es werden durch die Ministerien eine Reihe spezieller Förderprogramme für den Technologiebereich aufgelegt, die auf die allgemeine Förderung für Existenzgründer aufbauen und diese ergänzen. Förderungen gibt es durch Investitionsbanken, Bürgschaftsbanken der Länder und des Bundes (KfW) sowie Mittelständischer Beteiligungsgesellschaften. Finanzierungshilfen sind speziell auf innovative Gründungsvorhaben zugeschnitten, bei denen die Finanzverläufe andere Entwicklungen aufweisen als in Handwerk und Gewerbe. Gestaltet wird die Finanzierung über zinsgünstige Darlehen, Bürgschaften, Nachrangdarlehen und Beteiligungskapital. Besonders Letzteres ist für Start-ups im Technologiebereich eine wichtige Säule der Finanzierung.

 

Weitere Initiativen

Auch Migrantinnen und Migranten können Hilfe durch spezielle Existenzgründungsinitiativen erhalten, ebenso Personen, die eine Unternehmensnachfolge anstreben. Hier sind ebenfalls die Wirtschaftsministerien der Länder stark involviert.

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